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Über den Wolken - wie du mit einem neuen Mindset und neuen Maßstäben grenzenlose Freiheit genießen kannst

Bild: Peter Samer – Blick vom Falkenstein

 

 

Über den Wolken...

Oder: wie du mit einem neuen Mindset und neuen Maßstäben grenzenlose Freiheit genießen kannst.

 

2020 haben viele als ein Jahr „in den Wolken“ erlebt. Wir wurden und werden immer noch kräftig durchgeschüttelt und unsere Sicht scheint uns genommen.

 

Lasst uns deshalb ZUSAMMEN in diesem Jahr mit einem neuen Mindset und Taten neue Maßstäbe für uns selber setzen, um höher zu fliegen, und grenzenlose Freiheit genießen zu können.

 

Die Situation um uns herum hat sich verändert und wir brauchen deshalb ein neues Mindset.

Um dies zusätzlich mit Worten zu unterstreichen, die Albert Einstein zugesprochen werden:

„Verrückt ist der, der immer die gleichen Dinge tut, aber andere Ergebnisse erwartet“.

 

Ein neues Jahr - ein neues Mindset - ein neues DU!

 

Das grandiose Bild von Peter Samer zeigt den Ausblick vom Falkenstein und der Liedtext von Reinhard Mey klingt uns in den Ohren: „Über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein!“. Ein sagenhaftes Lied.

 

Als kleiner Junge muss ich dieses wohl oft gehört haben, denn ich hatte einen großen Traum: ich wollte Verkehrspilot werden. Damals musste ein Pilot tadellose Zähne haben - so hat es mir jedenfalls meine Mutter immer erzählt und mich damit wohl zusätzlich motivieren können, ohne Widerstand täglich dreimal zur Zahnbürste zu greifen. Ziemlich schlau :-)

 

Meine Mutter konnte mich mit Ihrer Aussage dazu bewegen, meinen eigenen Maßstab höher zu setzen, um mein Ziel, meinen Traum, eines Tages erreichen zu können. Nun, bis heute bin ich (noch) kein Verkehrspilot geworden, doch wurde der Traum einmal in einem Cockpit eines großen Verkehrsflugzeuges zu sitzen eines Tages wahr. Dazu später.

 

Bis zum heutigen Tag fasziniert mich alles was mit Fliegen zu tun hat. Ich verwende viele Abläufe aus der Fliegerei für meine Leitbilder des Lebens und für das Erreichen meiner persönlichen Ziele. Für mich sind die Anwendung dieser visuellen Leitbilder wahre Gamechanger. Gerne teile ich ein paar Beispiele mit euch:

 

Jeder von uns ist schon einmal geflogen und kennt deshalb auch die Ansprache des Flugkapitäns, der seine Fluggäste an Bord begrüßt und in einer kompetenten und klaren Sprache erklärt wohin der Flug geht, wann die Ankunftszeit sein wird und welche Route er fliegen wird. Meistens wird die Ansprache dadurch beendet, indem der Flugkapitän den Gästen einen angenehmen und entspannten Aufenthalt an Bord wünscht.

 

 

Leitbild 1

Stell dir nun einmal vor, diese Ansprache würde nicht mit einer klaren und fokussierten Stimme gesprochen, und anstelle von „mein Team und ich als ihr Flugkapitän bringen Sie sicher und pünktlich an ihr Ziel“ du folgendes hören würdest: „ich werde versuchen uns alle irgendwie an das Ziel zu bringen. Wir werden sehen wann und wo wir ankommen.“ Das ist nicht gerade vertrauenserweckend, oder? Es gibt noch eine Steigerung: was wäre, wenn diese Aussage zudem nicht der Flugkapitän machen würde, sondern ein Flugbegleiter, der anstelle des Flugkapitäns am Steuer des Flugzeugs Platz genommen hat?

 

So abstrus sich dieses Gedankenspiel auch anhören mag, leider spiegelt es sehr gut manches Verhalten, was wir „Alltag“ oder „Gewohnheiten“ nennen, wider. Gerne überlassen wir die Verantwortung für uns selbst anderen Personen, anstelle diese uneingeschränkt und immer selbst zu übernehmen – wie ein Flugkapitän. Bevor wir das Flugzeug starten legen wir unser Ziel fest und kommunizieren mit uns selbst und mit anderen in einer klaren Sprache.

 

Ohne zu wissen was oder wo unser Ziel ist und wie wir dorthin kommen, ist es unmöglich dort anzukommen. Wir mögen zwar in Bewegung sein, jedoch nicht effektiv und nicht zielgerichtet. Am Beispiel eines Flugzeuges würde das bedeuten, dass dieses startet, und irgendwann mangels Treibstoff vom Himmel stürzt.

 

Leitbild 1 zusammengefasst: 

·      - Verantwortung übernehmen

·      - Klare, präzise Sprache verwenden

 

 

Leitbild 2

Schon lange bevor der Flugkapitän mit seinem Team die Gäste an Bord begrüßt, wurde in einem Teammeeting der Ablauf des Fluges bis ins kleinste Detail besprochen. Auch das Ziel und das Erreichen desselben stand schon lange fest, denn sonst hätten die Fluggäste nicht ihr Flugticket dafür gekauft. Auf dem Teammeeting gibt der Flugkapitän seinem Team die Route bekannt und setzt sich auch mit eventuell auftretenden Hindernissen oder möglichen Störungen des geplanten Ablaufs auseinander, wie z.B. Gewitterzonen, damit er routiniert und vorbereitet sich der Situation, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren, annehmen kann.

 

Nachdem alle Planungen abgeschlossen, und alle Fluggäste an Bord sind begibt sich das Flugzeug zur Startbahn. Dort angekommen trifft der Flugkapitän die Entscheidung zum Start, der dann, sobald das Flugzeug eine gewisse Geschwindigkeit und Strecke erreicht hat, nicht mehr abgebrochen werden kann. Das Flugzeug muss abheben.

 

Es ist essentiell sein Ziel zu bestimmen und Hindernisse auf dem Weg dahin zu erkennen, um möglichst schnell darauf reagieren zu können. Jede Flugstrecke, sei sie lang oder kurz, ist in Teilziele aufgeteilt, die der Kapitän überfliegt und erreicht. Dabei hält er immer alternative Routen im Auge, sowie Möglichkeiten der sicheren Landung im Notfall. Als Fluggast bekommt man hiervon gar nichts mit. Der Flug verläuft sanft und gezielt, obwohl gleichzeitig die beschriebenen Vorgänge ablaufen.

 

Der Start eines Flugzeugs ist in der Tat einer der kritischsten Vorgänge, weil er ab einem gewissen Punkt nicht mehr abgebrochen werden kann. Daraus ergibt sich für mich ein wunderbares Bild des Gewichts und Einfluss von Entscheidungen. Sind sie einmal getroffen, dann werden sie auch umgesetzt.  

 

Leitbild 2 zusammengefasst:

·      - Ziel setzen, Hindernisse bestimmen

·      - Entscheidung treffen und umsetzen

 

 

Leitbild 3

In der Startphase verbraucht das Flugzeug im Verhältnis zum späteren Flug auf Reiseflughöhe die meiste Energie und den meisten Treibstoff, bis die oft über 200 Tonnen Gewicht des Flugzeuges auf der Startbahn einmal in Bewegung und auf Geschwindigkeit gebracht sind, und das Flugzeug dann nach und nach an Höhe gewinnt. Zu einem gewissen Zeitpunkt nach dem Start spürt man, wie der Flugkapitän den Schub drosselt und auch der Flug nach und nach ruhiger wird, bis die Reiseflughöhe erreicht ist und das Flugzeug auf seinem Kurs scheinbar schnurgerade dahingleitet. Hat man einen Fensterplatz mit Blick auf die Tragflächen kann man jedoch erkennen, dass die Klappen auf den Tragflächen immer in Bewegung sind, um minimale Korrekturen vorzunehmen. Der Fluggast bekommt hiervon zum großen Teil nichts mit. Die Korrekturen finden jedoch immer statt.     

 

Wir alle kennen diesen großen Energieaufwand, den wir, vergleichbar zum Start eines Flugzeugs, aufbringen müssen, um Veränderungen umzusetzen. Oftmals fliegen wir unser Flugzeug als unser eigener Flugkapitän nur in der Starphase und verbrauchen immens Treibstoff und Energie, bis uns diese förmlich ausgeht und wir mehr oder minder hart wieder auf den Boden aufkommen, wo es ruppig und unangenehm weitergeht.

 

Es ist also gut zu wissen, dass es nach einer kurzen Startphase einen ruhigen Flug auf Reiseflughöhe mit einem sensationellen Ausblick über den Wolken geben kann, bei dem uns kleine Korrekturen fortan immer auf Kurs halten.    

 

Leitbild 3 zusammengefasst:

·      - Reiseflughöhe erreichen

·      - Kleine Kurskorrekturen vornehmen

 

 

Alle drei Leitbilder erleben wir oft in der Zeit der „guten Vorsätze“, z.B. zum Beginn eines neuen Jahres.

Es wird beschlossen „gesünder zu leben“ und „mehr Sport zu treiben“ – also abrupt das bisherige Verhalten zu ändern. Mehr oder weniger schnüren wir uns dann nach ausgiebigen Weihnachts- und Silvesterfestivitäten noch auf der Couch unsere Laufschuhe, joggen 6x die Woche und lassen die „bösen Kohlenhydrate“ weg und essen nur noch Salat. Wir verlangen unserem Körper also Höchstleistungen ab, die er zudem nicht gewohnt ist, und entziehen ihm zusätzlich die notwendige Nahrung und Nährstoffe.

 

Verglichen mit unserem Leitbild des Fliegens wäre das so, als ob wir mit einem einmotorigen Propellerflugzeug den Atlantik überqueren wollen und anstelle von Flugbenzin Dieselkraftstoff tanken würden.

 

Auch sind wir uns wahrscheinlich einig, dass dieses Verhalten Albert Einsteins Aussage befeuern würde, und er uns vielleicht deshalb auf den berühmten Bildern von ihm die Zunge herausstreckt.

 

 

Zum Ende meiner Geschichte noch zu meinem Traum vom Fliegen:

2016 hat sich dieser tatsächlich erfüllt und dank eines engen Freundes, der ein hochgeachteter Flugkapitän war, saß ich in einem Cockpit eines großen Airbusses und durfte Start und Landung miterleben! Unvergesslich!

 

Über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein...